Donnerstag, der 12. November 2015

Master-Studenten berichten.
Wie unsere Studenten das Studium erleben (3)

Heute stellt Michael Friebe seine Erfahrungen mit dem Masterstudiengang vor und wir er ihn erlebt hat.

Michael Friebe, Master Design und Medien, HannoverHast Du bereits im Studium gewusst, was Du später im Beruf tun willst?

Diese Frage kann ich nur mit einem „Jein“ beantworten. Die grobe Richtung, in die es gehen sollte, war für mich immer klar. Ein Freund sagte einmal zu mir, dass er mich darum beneide, was für ein „schöpferischer Geist“ ich sei. Demnach war für mich seit dem Teenager-Alter klar, dass es etwas Kreatives sein müsse, mit dem ich meine Lebenstage sinnvoll und erfüllt füllen möchte. Was dies jedoch genau sein sollte, war hingegen nur mal mehr oder mal weniger klar umrissen.

Während des Bachelorstudiums war natürlich eine Karriere im Produktdesign die wahrscheinlichste Option, allerdings beileibe keine, an die ich mich unbeirrt klammerte. Das Master-Studium, geprägt von seiner Interdisziplinarität, erweiterte meinen Blick auf das Spektrum kreativer Tätigkeiten nochmals und förderte mein Verständnis dafür, dass gutes Design nicht aus Disziplin-Silos sondern erst aus der Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen entsteht und so zu etwas Ganzheitlichem wird. Damit ging auch einher, die Scheu vor dem Wandeln zwischen den Disziplinen abzulegen und sich – Master-Student hin oder her – gegebenenfalls ebenfalls in einer neuen Richtung auszuprobieren.

Wie hast Du Deine Zukunft konkret geplant? Hast Du Angebote der Hochschule / andere Hilfen genutzt?

Um es mit den Worten von John Lennon zu sagen: „Life is what happens to you while you’re busy making other plans.“ Ein Leitsatz, der mit zunehmendem Alter immer mehr Bedeutung für mich gewonnen hat. Natürlich habe ich jegliche Bemühung unternommen, um mich in die Richtung zu entwickeln, die ich für mich vorgesehen habe. Allerdings halte ich es für falsch, oder zumindest nicht ratsam, seine Pläne nicht regelmäßig einem Realitätscheck zu unterziehen und äußeren Einflüssen eine Anpassung dieser Pläne zu gewähren. Ich denke das dies ein wichtiger Bestandteil des „lebenslangen Lernens“ ist und dass man nur so weiter kommt, als man es ursprünglich vorgesehen hatte. (So gesehen habe ich Angebote der Hochschule nicht genutzt.)

Der Realitäts-Test: Was von Deinen Plänen konntest Du bis jetzt umsetzen?

Wie bereits erwähnt, sind meine Pläne einem konstanten Wandel unterzogen. Nicht zu verwechseln mit „Planlosigkeit“, sondern eher zu verstehen als „Öffnung für neue Möglichkeiten“. Je mehr Spaß ich daran habe, was ich tue, desto näher bin ich meinem Plan gekommen.

Arbeit Michael Friebe im Master-Studium Hannover

Wo sind oder waren die größten Probleme bei der Umsetzung Deiner Pläne?

Da mein Plan darin besteht sich neuen Möglichkeiten öffnen zu können, bedeutet dies auch gleichzeitig sich stets neuen Herausforderungen stellen zu müssen. Dabei stellt der Prozess diese Herausforderung überhaupt erst einmal anzunehmen, bevor man sich ihr auch stellen kann, die größte Hürde dar. Wie eingangs erwähnt, hat das Masterstudium zwar enorm dazu beigetragen, Berührungsängste zu anderen Disziplinen abzubauen, allerdings ist dies erstmal etwas vollkommen anderes als sich in dieser auch beheimatet zu sehen. Am Ende steht man letztlich nur mit nur einer Frage da: „Könnte diese Herausforderung zu meinem neuen Plan werden?”

Wo siehst Du Dich in fünf Jahren?

Genau so wenig, wie ich mir vor fünf Jahren hätte ausmalen können, wo ich heute bin, genau so wenig kann ich eine Antwort darauf aus heutiger Sicht für die nächsten fünf Jahre geben. Was ich mir jedoch wünsche, ist dort zu sein, wo ich das Gefühl habe am richtigen Ort zu sein. Dort, wo ich Spaß daran habe, was ich tue. Dort, wo das was ich tue, wertgeschätzt wird. Dort, wo ich auf die vergangenen fünf Jahre zurück blicken und sagen kann: Alles richtig gemacht.

War Hannover eine gute Wahl für den MA-Studiengang? Was sind die Gründe?

Jetzt, aus heutiger Sicht, fünf Jahre nach meinem Abschluss, kann ich sagen: Alles richtig gemacht! Das wesentliche Argument zum damaligen Zeitpunkt für den Master in Hannover war dabei, dass ich – bedingt durch mein Bachelorstudium in Hannover – bereits vertraut war mit der hohen Qualität der Ausbildung und, dass die immer reibungslose Kommunikation mit den Lehrenden bereits erprobt war. In Anbetracht dessen, dass das Master Studium in Hannover nur zwei Semester lang ist, ist dies ein nicht von der Hand zu weisender Vorteil.

Rückblickend, aus heutiger Sicht betrachtet, hat das Master-Studium in Hannover enorm zu meiner Persönlichkeitsbildung (fachlich als auch persönlich) beigetragen und wird mir in Zukunft sicherlich ein guter Kompass dafür sein, Führungspositionen (auch interdisziplinär) verantwortungsvoll auszufüllen und Mitarbeiter im Einklang mit sich selbst zu führen und zu entwickeln.

Danke schön Michael! Wir freuen uns schon auf die nächsten Berichte aus dem Studiengang!